Wie gut ist die Hallenser Bevölkerung beim Einsatz von Schnelltests?

Seit Anfang März sollen für die Bevölkerung in Deutschland, auch für Laien, flächendeckend Schnelltests zur schnellen Überprüfung einer SARS-CoV-2 Infektion zur Verfügung stehen. Neben dieser Möglichkeit bietet die Stadt Halle den Bürgerinnen und Bürgern bereits seit Ende Februar an, sich kostenlos in den Testzentren einem Schnelltest zu unterziehen. Zudem konnte man die Schnelltests im Handel kaufen und selbst einsetzen. Die DigiHero-Studie bietet nun erste Einblicke in die Verwendung von Selbsttests in der Hallenser Bevölkerung.

Vom 26.03.2021 bis zum 01.04.2021 beantworteten knapp 3700 Teilnehmende der DigiHero-Studie die entsprechenden Fragen. Dreißig Prozent von Ihnen gaben an, innerhalb der vergangenen 7 Tage getestet worden zu sein. Dies geschah entweder mit einem Schnelltest oder einem PCR-Test. Mit Hilfe der Altersverteilung der Stadt kann man diese Zahl auf Halle hochrechnen und schätzen, dass ungefähr 28% der Hallenserinnen und Hallenser getestet wurden.

„Dieser Wert war höher als erwartet“, so Prof. Mikolajczyk, Leiter der Studie. „Das könnte allerdings daran liegen, dass wir viele Teilnehmer haben, die im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten, wo oft Routine-Schnelltests eingesetzt werden. Tatsächlich war ‚Routinetest durch den Arbeitgeber‘ auch der häufigste Grund für eine Testung unter unseren Teilnehmenden.“

Siebzig Teilnehmende haben sich außerdem aufgrund von Symptomen getestet (standardisierter Schätzer für Halle: 1,8%, 95% CI: 0,5-3,1), worunter 10 jedoch zusätzlich Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. „Laut dem GrippeWeb Portal des RKI haben derzeit etwa 2,5% der deutschen Bevölkerung Symptome einer Atemwegserkrankung pro Woche – das würde bedeuten, dass sich etwa 70% der Personen mit Symptomen auch testen ließen“, sagt Saskia Glasauer.

Über 90% der Teilnehmenden wurden mittels Schnelltest getestet, worunter 4 positiv getestet wurden. Bei allen erfolgte im Anschluss eine Bestätigung mit Hilfe eines PCR-Tests, welcher durchschnittlich innerhalb von 18 Stunden nach dem Schnelltestergebnis erfolgte. Bis auf ein ausstehendes Ergebnis waren alle PCR-Ergebnisse ebenfalls positiv.

Über 500 (14%) Teilnehmende berichteten, dass sie zwar überlegt haben, sich zu testen, der Test aber nicht stattgefunden hat. Dass ein Test nicht durchgeführt wurde, lag laut ihren Angaben zu einem großen Teil an den fehlenden Möglichkeiten zur Testung, z.B., weil keine Testmöglichkeiten in der Nähe waren oder es an der Verfügbarkeit mangelte. Außerdem spielte ein Mangel an Zeit und der mit der Testung verbundene Aufwand ebenso eine große Rolle in der Entscheidung gegen die Durchführung eines Tests.

Schnelltest

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Schnelltests breit eingesetzt werden, allerdings nicht alle Testwilligen einen Test durchführen konnten. Wichtig ist noch die Schätzung, dass 70% von Personen mit Symptomen in Halle einen (Schnell)Test gemacht haben. Während Schnelltests bei asymptomatischen Personen gemacht werden, um einen Besuch oder Arbeit zu ermöglichen, hat die Testung von Personen mit Symptomen eine besondere Bedeutung für die Kontrolle der Epidemie. Durch die frühe Identifizierung von diesen Personen ist es möglich, deren Kontakte zu isolieren noch bevor diese selbst infektiös werden. Auf diese Weise entsteht der stärkste Beitrag zur Senkung der Infektionszahlen – und beugt den bevorstehenden Zusammenbruch des Gesundheitssystems vor“, sagt Mikolajczyk.

Die Auswertungen wurden von Saskia Glasauer durchgeführt. 

Seit Anfang März sollen für die Bevölkerung in Deutschland, auch für Laien, flächendeckend Schnelltests zur schnellen Überprüfung einer SARS-CoV-2 Infektion zur Verfügung stehen. Neben dieser Möglichkeit bietet die Stadt Halle den Bürgerinnen und Bürgern bereits seit Ende Februar an, sich kostenlos in den Testzentren einem Schnelltest zu unterziehen. Zudem konnte man die Schnelltests im Handel kaufen und selbst einsetzen. Die DigiHero-Studie bietet nun erste Einblicke in die Verwendung von Selbsttests in der Hallenser Bevölkerung.

Vom 26.03.2021 bis zum 01.04.2021 beantworteten knapp 3700 Teilnehmende der DigiHero-Studie die entsprechenden Fragen. Dreißig Prozent von Ihnen gaben an, innerhalb der vergangenen 7 Tage getestet worden zu sein. Dies geschah entweder mit einem Schnelltest oder einem PCR-Test. Mit Hilfe der Altersverteilung der Stadt kann man diese Zahl auf Halle hochrechnen und schätzen, dass ungefähr 28% der Hallenserinnen und Hallenser getestet wurden.

„Dieser Wert war höher als erwartet“, so Prof. Mikolajczyk, Leiter der Studie. „Das könnte allerdings daran liegen, dass wir viele Teilnehmer haben, die im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten, wo oft Routine-Schnelltests eingesetzt werden. Tatsächlich war ‚Routinetest durch den Arbeitgeber‘ auch der häufigste Grund für eine Testung unter unseren Teilnehmenden.“

Siebzig Teilnehmende haben sich außerdem aufgrund von Symptomen getestet (standardisierter Schätzer für Halle: 1,8%, 95% CI: 0,5-3,1), worunter 10 jedoch zusätzlich Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. „Laut dem GrippeWeb Portal des RKI haben derzeit etwa 2,5% der deutschen Bevölkerung Symptome einer Atemwegserkrankung pro Woche – das würde bedeuten, dass sich etwa 70% der Personen mit Symptomen auch testen ließen“, sagt Saskia Glasauer.

Über 90% der Teilnehmenden wurden mittels Schnelltest getestet, worunter 4 positiv getestet wurden. Bei allen erfolgte im Anschluss eine Bestätigung mit Hilfe eines PCR-Tests, welcher durchschnittlich innerhalb von 18 Stunden nach dem Schnelltestergebnis erfolgte. Bis auf ein ausstehendes Ergebnis waren alle PCR-Ergebnisse ebenfalls positiv.

Über 500 (14%) Teilnehmende berichteten, dass sie zwar überlegt haben, sich zu testen, der Test aber nicht stattgefunden hat. Dass ein Test nicht durchgeführt wurde, lag laut ihren Angaben zu einem großen Teil an den fehlenden Möglichkeiten zur Testung, z.B., weil keine Testmöglichkeiten in der Nähe waren oder es an der Verfügbarkeit mangelte. Außerdem spielte ein Mangel an Zeit und der mit der Testung verbundene Aufwand ebenso eine große Rolle in der Entscheidung gegen die Durchführung eines Tests.

Schnelltest

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Schnelltests breit eingesetzt werden, allerdings nicht alle Testwilligen einen Test durchführen konnten. Wichtig ist noch die Schätzung, dass 70% von Personen mit Symptomen in Halle einen (Schnell)Test gemacht haben. Während Schnelltests bei asymptomatischen Personen gemacht werden, um einen Besuch oder Arbeit zu ermöglichen, hat die Testung von Personen mit Symptomen eine besondere Bedeutung für die Kontrolle der Epidemie. Durch die frühe Identifizierung von diesen Personen ist es möglich, deren Kontakte zu isolieren noch bevor diese selbst infektiös werden. Auf diese Weise entsteht der stärkste Beitrag zur Senkung der Infektionszahlen – und beugt den bevorstehenden Zusammenbruch des Gesundheitssystems vor“, sagt Mikolajczyk.

Die Auswertungen wurden von Saskia Glasauer durchgeführt.