Hintergründe

DigiHero steht für digitale Gesundheitsforschung und ist eine unserer zentralen Leitlinien beim Umsetzen dieser Studie.

Mit diesem innovativen Ansatz bringen wir Forschungsfragen zu unseren Teilnehmenden nach Hause und rufen aktiv zur Mitgestaltung unserer Studie auf. Den Bürger*innen wird damit die Möglichkeit gegeben, einen aktiven Beitrag zur Forschung zu leisten, denn wir sagen: auch Bürger*innen können Wissenschaft machen. Nicht nur, indem Sie uns Ihre Daten spenden, sondern auch, indem Sie selbst interessante Themen einbringen.

Das erste Ziel unserer Studie ist es, eine Online-Plattform aufzubauen.

Das bedeutet, dass sich zunächst möglichst viele Bürger*innen für die DigiHero-Studie registrieren. Wir können dann schnell und einfach durch digitale Technologien mit vielen Teilnehmenden in Kontakt treten. Das ermöglicht uns, schnell auf aktuelle Gesundheitsthemen reagieren zu können, eng in Kontakt mit unseren Teilnehmenden zu stehen und so unsere Ergebnisse einfach auf digitalem Weg zurückmelden zu können. Die Teilnahme an DigiHero ist nur online möglich. Das bedeutet, dass nur Personen mit einem Internetzugang und einer E-Mail-Adresse an der Studie teilnehmen können. Dies ist keine Einschränkung, sondern erlaubt uns, die Studie in vielen Aspekten flexibel zu gestalten.

Sobald die Online-Plattform etabliert ist, möchten wir unsere ersten Untersuchungen mit Fokus auf die Covid-19-Pandemie durchführen.

Zunächst geht es dabei um die allgemeine Belastung durch die Pandemie. Hierzu möchten wir nicht nur Daten zur Belastung erheben, sondern im Sinne von „Citizen Science“ (BürgerInnen-Wissenschaft) einen Dialog eröffnen, in dem die Teilnehmenden der Studie uns ihre Sorgen und Sichtweisen mitteilen können. Im weiteren Verlauf planen wir Projekte, bei denen auch Haushaltsmitglieder*innen von Teilnehmenden eingeschlossen werden, um so Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 umfassend darzustellen. Konkret geht es dabei um die Frage, wie sich SARS-CoV-2 in Haushalten überträgt und wie sich die Viruslast über die Zeit verändert. Wir sind ebenfalls an Parametern interessiert, die nach einer überstandenen Corona-Infektion messbar sind und führen Blutabnahmen bei Teilnehmenden und deren Haushaltsmitgliedern aus Halle (Saale) mit überstandener Infektion durch.

Nach Abklingen der Corona-Pandemie wird der Fokus auf der Erforschung von Riskiofaktoren für die Entstehung von chronischen Erkrankungen liegen.

Im Vordergrund stehen dabei insbesondere Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen. Ebenso wird das gesunde Altern und Lebensqualität Gegenstand der Forschung sein. Hier knüpft die Studie an die CARLA-Studie an, die 2003 in Halle ins Leben gerufen wurde. Das Thema der Studie war die Entstehung von Herzerkrankungen, sowie allgemeine Fragen zum gesunden Altern. Damals wurden über 1700 Teilnehmende gewonnen, wovon viele seit über 17 Jahren an der Studie teilnehmen. In DigiHero möchten wir zum einen untersuchen, was sich, bezogen auf die in CARLA erhobenen Daten, in den letzten 20 Jahren verändert hat. Zum anderen geht es darum, mit einer größeren Studienpopulation auch seltene Krankheiten und Risiken zu untersuchen. Außerdem können wir erforschen, wie sich Krankheitsverläufe in einzelnen Gruppen unterscheiden.

Für die Studie möchten wir möglichst viele Personen gewinnen.

Je mehr Personen teilnehmen, desto mehr Fragen kann unsere Studie beantworten. Dafür haben wir zufällig 130.000 Haushalte aus Halle ausgewählt und zur Teilnahme an DigiHero per Brief eingeladen. Weitere zufällig ausgewählte Haushalte aus zunächst Sachsen-Anhalt, im weiteren Verlauf aber auch aus anderen Bundesländern, werden wir in den nächsten Wochen anschreiben und einladen. Davon unabhängig können sich alle Personen über 18 Jahren freiwillig für die Teilnahme an der Studie registrieren. Wenn Sie teilnehmen möchten, können Sie sich gerne hier registrieren. Dort finden Sie auch ausführliche Informationen für Teilnehmende.