Nach einer Atemwegsinfektion können Beschwerden noch lange über die akute Erkrankung hinaus bestehen bleiben. Durch Untersuchungen von Ergebnissen einer Umfrage der DigiHero-Studie, konnten wir die Fragen beantworten, wie häufig solche langanhaltenden Beschwerden auftreten und wie stark sie den Alltag der Betroffenen beeinflussen.
Dafür wurden die Angaben von 46.915 Erwachsenen ausgewertet. Knapp die Hälfte (48,3 %) berichteten über mindestens eine Atemwegsinfektion zwischen September 2024 und August 2025. Von diesen Personen gaben 18,8 % an, auch zwölf Wochen oder länger nach der Infektion noch Beschwerden zu haben. Besonders häufige Beschwerden waren dabei eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, Atemnot, schnelle Erschöpfung und Müdigkeit.
Die Beschwerden führten bei vielen Betroffenen zu Einschränkungen im Alltag und waren häufig Anlass für einen Arztbesuch. Dabei zeigten sich ähnliche Beschwerden sowohl nach SARS-CoV-2 als auch nach Influenzinfektionen.
Die Ergebnisse zeigen, dass langanhaltende Beschwerden nach Atemwegsinfektionen auch nach der COVID-19-Pandemie häufig vorkommen und mit erheblichen Einschränkungen im Alltag verbunden sein können.
Die Ergebnisse der Studie wurde im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Zudem gab es eine Pressemitteilung der Universitätsmedizin Halle zu dieser Studie. Außerdem wurden die Ergebnisse am 23.09.2026 in einem Radiobeitrag des Deutschlandfunks in der Sendung „Forschung aktuell“ präsentiert.