{"id":3223,"date":"2023-07-12T11:47:54","date_gmt":"2023-07-12T09:47:54","guid":{"rendered":"https:\/\/webszh.uk-halle.de\/monid\/?p=3223"},"modified":"2023-07-12T12:01:19","modified_gmt":"2023-07-12T10:01:19","slug":"insights-into-the-research-of-infoxpand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/webszh.uk-halle.de\/monid\/?p=3223","title":{"rendered":"Europameisterschaft mit Nebenwirkungen &#8211; Einblick in die Forschungsarbeit von infoXpand"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3223\" class=\"elementor elementor-3223\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-5f352f26 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"5f352f26\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-1fecc4b2\" data-id=\"1fecc4b2\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-47cc5ee elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"47cc5ee\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t<style>\/*! elementor - v3.20.0 - 26-03-2024 *\/\n.elementor-widget-text-editor.elementor-drop-cap-view-stacked .elementor-drop-cap{background-color:#69727d;color:#fff}.elementor-widget-text-editor.elementor-drop-cap-view-framed .elementor-drop-cap{color:#69727d;border:3px solid;background-color:transparent}.elementor-widget-text-editor:not(.elementor-drop-cap-view-default) .elementor-drop-cap{margin-top:8px}.elementor-widget-text-editor:not(.elementor-drop-cap-view-default) .elementor-drop-cap-letter{width:1em;height:1em}.elementor-widget-text-editor .elementor-drop-cap{float:left;text-align:center;line-height:1;font-size:50px}.elementor-widget-text-editor .elementor-drop-cap-letter{display:inline-block}<\/style>\t\t\t\t<p><strong>Die epidemiologische Ausgangslage in einem Land bestimmt, wie stark die Infektionszahlen durch ein Gro\u00dfereignis wie etwa eine Fu\u00dfball-EM steigen<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c1897c2 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c1897c2\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Die Fu\u00dfball-Europameisterschaft 2020 wirkte sich in den beteiligten L\u00e4ndern sehr unterschiedlich auf das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie aus. Wie stark die Zahlen der Ansteckungen und Todesf\u00e4lle durch COVID-19 stiegen, hing dabei vor allem von der Ausgangssituation ab. Das haben Physikerinnen und Physiker in einer Analyse der epidemiologischen Daten festgestellt. An der Studie waren das Max-Planck-Instituts f\u00fcr Dynamik und Selbstorganisation in G\u00f6ttingen, das Max-Planck-Institut f\u00fcr Physik in M\u00fcnchen sowie die Universit\u00e4ten Bonn und G\u00f6ttingen und das PUNCH4NFDI Konsortium in der nationalen Forschungsdateninfrastruktur beteiligt.<\/strong><\/p><p>Bei internationalen Fu\u00dfballturnieren haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Denn viele Menschen verfolgen die Spiele in Gruppen, sei es in einem privaten Wohnzimmer, in einem Pub oder beim Public Viewing, wo sich etwa das Coronavirus leicht verbreiten kann. So l\u00e4sst sich klar nachweisen, dass die Fu\u00dfball-Europameisterschaft 2020, die im Sommer 2021 statt gefunden hat, zu zahlreichen Ansteckungen gef\u00fchrt hat. Die H\u00f6he des Effekts unterscheidet sich jedoch stark von Land zu Land. Das Team aus G\u00f6ttingen, Bonn und M\u00fcnchen untersuchte f\u00fcr zw\u00f6lf der beteiligten L\u00e4nder, wie sich das Infektionsgeschehen w\u00e4hrend und nach der EM entwickelte. Die Forschenden nutzten daf\u00fcr die nach Geschlecht aufgeschl\u00fcsselten Fallzahlen, um den Beitrag der EM zum Infektionsgeschehen von anderen Faktoren zu unterscheiden, denn die Fu\u00dfballspiele verfolgen mehr M\u00e4nner als Frauen. Dieses Geschlechterverh\u00e4ltnis spiegelt sich auch in unterschiedlichen Infektionszahlen wider. Daraus berechnete das Team, wie viele Infektionen darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren waren, dass Menschen gemeinsam die Spiele ansahen.<\/p><p>Wie unterschiedlich sich die pandemischen Vorbedingungen auswirken, l\u00e4sst sich gut am Beispiel von Tschechien und England verdeutlichen: So bestritt Tschechien bei der vergangenen Fu\u00dfball-Europameisterschaft f\u00fcnf Spiele. Doch trotz gro\u00dfer Fu\u00dfballbegeisterung im Land kam es dort pro eine Million Einwohnern nur zu etwa 460 zus\u00e4tzlichen Infektionen. Einen viel gr\u00f6\u00dferen Effekt hatte die EM in England. Dort steckten sich in der Folge rund 11.000 Menschen pro eine Million Einwohner mit dem Coronavirus an \u2013 das ist das F\u00fcnfzehnfache. Dies lag dabei nicht an der gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Spielen, da die englische Mannschaft bis zum Finale sieben Spiele absolvierte, sondern vielmehr an der v\u00f6llig unterschiedlichen Ausgangssituation: In Tschechien gab es zu Beginn der EM nur vergleichsweise wenige Infektionen, in England hingegen waren die Fallzahlen schon zu jenem Zeitpunkt hoch. Auch die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt, war relativ gro\u00df. \u201eIn dieser Situation mit hohen Fallzahlen und hoher Reproduktionszahl hat das gro\u00dfe Sportereignis das Infektionsgeschehen kr\u00e4ftig angekurbelt\u201c, sagt Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Dynamik und Selbstorganisation in G\u00f6ttingen.<\/p><p><strong>Rund 840.000 zus\u00e4tzliche Infektionen durch die Europameisterschaft<\/strong><\/p><p>Zu Ansteckungen kam es dabei weniger in den Stadien als vielmehr bei privaten Treffen, etwa in Pubs und Wohnungen, wo Menschen die Spiele gemeinsam anschauten. Und nat\u00fcrlich blieb es nicht bei den Infektionen an den Spieltagen \u2013 denn jede infizierte Person startete eine Infektionskette, \u00fcber die sich den Sch\u00e4tzungen zufolge im Untersuchungszeitraum bis Ende Juli 2021 im Schnitt pro Virustr\u00e4ger weitere vier Menschen ansteckten. \u201eDaran kann man sehen, dass Infektionen keine Privatsache sind\u201c, sagt Viola Priesemann. \u201eDenn \u00fcber solche Infektionsketten breitet sich das Virus auch in vulnerable Bev\u00f6lkerungsgruppen aus.\u201c Und gerade unter \u00e4lteren oder vorerkrankten Menschen, die nur zu einem geringen Anteil selbst die Spiele in gr\u00f6\u00dferen Gruppen verfolgt haben d\u00fcrften, kommt es dann zu Todesf\u00e4llen.<\/p><p>Die Sch\u00e4tzungen ergaben f\u00fcr alle zw\u00f6lf untersuchten L\u00e4nder zusammen rund 840.000 zus\u00e4tzliche Infektionen durch die EM. Wie stark sich COVID-19 im Rahmen der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2022 ausgebreitet hat, konnte das Team nicht absch\u00e4tzen, da f\u00fcr viele L\u00e4nder die Infektionsdaten nicht mehr in der n\u00f6tigen Detailtiefe zur Verf\u00fcgung standen.<\/p><p>Generell gilt f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen w\u00e4hrend einer Pandemie jedoch: \u201eWenn vulnerable Gruppen gesch\u00fctzt werden sollen, sind bei einem gro\u00dfen Sportereignis Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen n\u00f6tig\u201c, sagt Philip Bechtle von der Universit\u00e4t Bonn, \u201eDer Vergleich der L\u00e4nder w\u00e4hrend der EM 2020 zeigt klar, dass vor allem eine niedrige Inzidenz und eine niedrige Reproduktionszahl R die beste Grundlage daf\u00fcr sind, Superspreading-Ereignisse durch Gro\u00dfveranstaltungen in einem \u00fcberschaubaren Ma\u00df zu halten. Masken, vermehrte Tests und Impfungen sowie vorausschauende Kontaktreduktion helfen zus\u00e4tzlich, das Infektionsgeschehen einzud\u00e4mmen.\u201c Auf diese Weise kann die Belastung des stark beanspruchten Gesundheitssystems durch Gro\u00dfveranstaltungen bei zuk\u00fcnftigen Pandemien reduziert werden.<\/p>\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bf21aae elementor-icon-list--layout-traditional elementor-list-item-link-full_width elementor-widget elementor-widget-icon-list\" data-id=\"bf21aae\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"icon-list.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t<link rel=\"stylesheet\" href=\"https:\/\/webszh.uk-halle.de\/monid\/wp-content\/plugins\/elementor\/assets\/css\/widget-icon-list.min.css\">\t\t<ul class=\"elementor-icon-list-items\">\n\t\t\t\t\t\t\t<li class=\"elementor-icon-list-item\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/t.co\/ielvuQPxCz\">\n\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"elementor-icon-list-icon\">\n\t\t\t\t\t\t\t<i aria-hidden=\"true\" class=\"fas fa-external-link-alt\"><\/i>\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"elementor-icon-list-text\">Lesen Sie den ganzen Artikel auf nature.com<\/span>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/li>\n\t\t\t\t\t\t<\/ul>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die epidemiologische Ausgangslage in einem Land bestimmt, wie stark die Infektionszahlen durch ein Gro\u00dfereignis wie etwa eine Fu\u00dfball-EM steigen Die Fu\u00dfball-Europameisterschaft 2020 wirkte sich in den beteiligten L\u00e4ndern sehr unterschiedlich auf das Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie aus. 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