{"id":3880,"date":"2021-07-01T09:20:40","date_gmt":"2021-07-01T07:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/webszh.uk-halle.de\/digihero\/?p=3880"},"modified":"2022-08-11T18:30:34","modified_gmt":"2022-08-11T16:30:34","slug":"digihero-studie-der-universitaetsmedizin-halle-zu-corona-startet-modul-zur-kindergesundheit-und-sucht-weitere-teilnehmende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/webszh.uk-halle.de\/digihero\/2021\/07\/01\/digihero-studie-der-universitaetsmedizin-halle-zu-corona-startet-modul-zur-kindergesundheit-und-sucht-weitere-teilnehmende\/","title":{"rendered":"\u201eDigiHero\u201c-Studie der Universit\u00e4tsmedizin Halle zu Corona startet Modul zur Kindergesundheit und sucht weitere Teilnehmende"},"content":{"rendered":"\n<p>F\u00fcr die seit Januar 2021 laufende DigiHero-Studie der Universit\u00e4tsmedizin Halle (Saale) sind bereits 65.000 Menschen in Halle per Post um Teilnahme gebeten worden. Nun werden auch die restlichen vollj\u00e4hrigen Einwohnerinnen und Einwohner der Saalestadt \u2013 weitere 62.700 \u2013 kontaktiert. \u201eWir untersuchen, wie es den Menschen mit der Corona-Pandemie ergangenen ist. Wir m\u00f6chten gern eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Stichprobe erreichen, damit die Ergebnisse auch Aussagekraft haben\u201c, sagt Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk, der die Studie mit einem Team aus f\u00fcnf Kliniken und vier Instituten der Universit\u00e4tsmedizin Halle (Saale) leitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem werden nun auch jene Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeschrieben, die Kinder haben, um herauszufinden, welche Auswirkungen die Pandemie auf diese hat. \u201eEs mehren sich die Stimmen, dass die Belastungen der Kinder lange au\u00dfer Acht gelassen wurden. Wir wollen herausfinden, wie die Kinder und Jugendlichen es selbst erlebt haben. F\u00fcr unser Modul zur Kindergesundheit kommen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 18 Jahren infrage. Wir schreiben dazu nur Teilnehmende an, die in unserer ersten Befragung angegeben haben, dass eine Person in diesem Alter im Haushalt lebt\u201c, erl\u00e4utert Mikolajczyk. Im Zusammenhang mit j\u00fcngeren Kinder folge eine Befragung etwas sp\u00e4ter. Bei dieser werden die Eltern befragt, was sie bei ihren Kindern beobachtet haben. Die Befragung werde auch au\u00dferhalb der DigiHero-Studie von einem weiteren Studienteam der Universit\u00e4tsmedizin Halle \u2013 unter Beteiligung der Universit\u00e4tsklinik und Poliklinik f\u00fcr P\u00e4diatrie I \u2013 durchgef\u00fchrt, damit auch jene angesprochen werden, die nicht an der DigiHero-Studie teilnehmen wollen. \u201eWir m\u00f6chten Sie jedoch bitten, als Studienteilnehmende \u00fcber die DigiHero-Studie teilzunehmen\u201c, so Mikolajczyk.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Ergebnisse: Das Studienteam wertet regelm\u00e4\u00dfig die verschiedenen Frageb\u00f6gen und Zwischenbefragungen aus. So sind die Teilnehmenden zu ihrem Testverhalten auf SARS-CoV-2 befragt worden \u2013 einmal im M\u00e4rz und einmal im Mai. \u201eAb M\u00e4rz gab es die Schnelltests f\u00fcr jeden zu kaufen. Das war der Anlass f\u00fcr uns, unsere Studienteilnehmenden dazu zu befragen, weil wir wissen wollten, wie viele Menschen solche Tests privat \u00fcberhaupt genutzt haben. Wir hatten die \u00dcberzeugung, dass die Selbsttests die Hemmschwelle gesenkt haben, sich einem solchen Test \u00fcberhaupt zu unterziehen und dass damit auch milde Verl\u00e4ufe aufgedeckt werden konnten\u201c, so Dr. Cornelia Gottschick vom \u201eDigiHero\u201c-Studienteam. Da die Schnelltests privat gekauft werden konnten, gab es keine zuverl\u00e4ssigen Testzahlen mehr \u2013 und schon vorher waren die Zahlen zu den Gr\u00fcnden der Testung l\u00fcckenhaft. Die \u201eDigiHero\u201c-Studie hat solche Zahlen erstmalig f\u00fcr Halle geliefert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der h\u00e4ufigste Testgrund sei bei beiden Befragungen die routinem\u00e4\u00dfige Testung gewesen, den im M\u00e4rz fast 44 Prozent und im Mai dann bereits knapp 60 Prozent angaben. Das Treffen von anderen Menschen war in der ersten Befragung f\u00fcr fast ein F\u00fcnftel der Menschen der Grund, in der zweiten noch f\u00fcr 15,5 Prozent. Daf\u00fcr war die Inanspruchnahme von Dienstleistungen in der zweiten Befragung f\u00fcr gut 17 Prozent ausschlaggebend. \u201eDas h\u00e4ngt damit zusammen, dass in diesem Zeitraum laut Verordnung zum Beispiel Friseure wieder \u00f6ffnen durften, Kundinnen und Kunden jedoch einen aktuellen negativen Test vorweisen mussten\u201c, erl\u00e4utert Gottschick.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefragt wurde au\u00dferdem, wie viele Menschen dar\u00fcber nachgedacht haben, sich selbst zu testen und dies nicht getan haben. Diese Zahl sank von knapp 15 Prozent in der ersten Befragung auf knapp zehn Prozent in der zweiten Befragung. Der Hauptgrund, sich nicht testen zu lassen, war in der ersten Befragung, dass M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr fehlten. Mit der \u00d6ffnung von vielen Testzentren in der Stadt und der Verf\u00fcgbarkeit von Schnelltests im Einzelhandel sei diese H\u00fcrde weggefallen, sodass dieser Grund in der zweiten Befragung nicht mehr vordergr\u00fcndig gewesen sei. \u201eWir gehen davon aus, dass beim Vermeiden der dritten Welle nicht nur Ver\u00e4nderungen im Kontaktverhalten wichtig waren, sondern dass auch die breite Verwendung von Schnelltests beigetragen hat\u201c, betont Gottschick.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die seit Januar 2021 laufende DigiHero-Studie der Universit\u00e4tsmedizin Halle (Saale) sind bereits 65.000 Menschen in Halle per Post um Teilnahme gebeten worden. 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